
Der Landesverband Grüne 60plus aus Hamburg hat noch kurz vor der Wahl in Schwerin 5 Stunden Haustürwahlkampf gemacht: 16.000 Schritte, 32 Stockwerke, viele gute Gespräch – und ein paar blöde, aber das gehört ja dazu!

Wie schon in Halle und Wismar waren wieder viele Wahlhelfer*innen aus ganz Deutschland dabei, toll, was die grüne Familie auf die Beine stellen kann! Und vielleicht haben wir auch ein ganz kleines bisschen dazu beitragen können, dass die Grünen es mit 5.7% in den Landtag geschafft haben, während CDU, BSW und FDP draußen bleiben.
Der große blaue Balken schmerzt natürlich sehr, 38,2% hat die AfD geholt. Die SPD liegt knapp dahinter mit 35,5 % . Wie die Statistik der Wählerwanderung zeigt, kamen viele SPD-Stimmen aus dem demokratischen Umfeld, u.a. von uns Grünen.

Spitzenkandidatin in Mecklenburg-Vorpommern Claudia Müller sagt: „Für uns war es erstmal ein guter Wahlabend, aber er war es nicht für die Gesamt-Demokratie.“ Jetzt müsse eine stabile demokratische Regierung gebildet werden, um schnell ins Handeln zu kommen.
Kennt ihr den Verein „Quietjes“? Gründerin Karen Wieprich will als Zugezogene (das bedeutet der Begriff) mit Kaffee und Kuchen auf öffentlichen Plätzen locker mit den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ins Gespräch kommen. Sie hört zu, fragt, was Menschen stört und kann auch vieles gerade rücken. Ein spannender Ansatz, oder?

In Berlin haben sich die Wähler*innen für einen echten Politikwechsel entschieden und wollen, dass die Stadt aus dem Rückwärts kommt. Ein stärkeres grünes Ergebnis wäre natürlich gut gewesen, leider sind hier ca. 14% der ehemals grünen Wähler*innen zu den Linken abgewandert. Die Grünen gehen jetzt für echten Klimaschutz, fairen Verkehr und sozial gerechte Bildung für alle in die Verhandlungen.
Und ja, wir freuen uns, dass Grün sowohl in Schwerin als auch in Berlin mitregieren kann. Aber sollte jetzt nicht endlich das AfD-Verbotsverfahren angestoßen werden? Muss sich Geschichte wirklich wiederholen? Wollen wir tatenlos zusehen, wie unsere Demokratie möglicherweise ausgehöhlt wird?

Gleichzeitig müssen wir unbedingt mit allen im Gespräch bleiben, damit verdrehte, simplifizierte Schwarz-Weiß-Inhalte in den Social-Media-Blasen nicht das Denken dominieren.
Wir Alten haben von unseren Eltern und Großeltern noch hören können, was ein nationalsozialistisches Deutschland für die Menschen bedeutet hat.
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