Grüne 60+ Videokonferenz am 15. April 2021, 18:00h – 20:00h

Grüne 60+ Videokonferenz am 15. April 2021, 18:00h – 20:00h

Mit Rücksicht auf die Corona-Pandemie fand das Treffen als reine Videokonferenz statt.

Teilnehmende: Steffen Bentmann, Alfred Blohm, Alexander daLux, Stephan Daudt, Norbert Fleige, Gabriele Heise, Ursula Jäger, Marius Kiemer, Christa Möller, Jörg Rossbach, Parvin Schröder, Petra Strehmel, Doris Wolf, Thomas, Sabine.

Da sich Christa ein wenig verspätet, wird der TOP 4 vorgezogen:

TOP 4, Jörg: Interessantes zur Analyse der Landtagswahl in BaWü:

Jörg berichtet von den Analysen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg. Dort haben 36% der über 60-jährigen Grün gewählt, gegenüber 32.6% im Bevölkerungsmittel. Wahlen können also durchaus durch die Wahlentscheidung der 60plus gewonnen werden, wenn man sich um sie bemüht. Zum Vergleich: In der zeitgleich stattgefundenen Wahl in Rheinland-Pfalz betrug der Anteil der >60-jährigen Grün-Wähler nur 5%. Der „Kretschmann-Effekt“ betrug im Übrigen nur 13%, er war also zwar relevant, aber nicht alleinentscheidend. Eine Zusammenfassung der Wahlanalysen unter dem Gesichtspunkt 60plus ist am Ende dieses Protokolls zu finden.

Steffen und Christa betonen, dass wir unbedingt die Gruppen der Senioren beim Wahlkampf berücksichtigen sollten und ebenso auch die Hauptschulabsolventen. Ferner sollten wir in den Wochenblättern inserieren. Auch Stephan betont, dass die Gruppe der 60plus sehr wohl Wahlkampf machen können, auch unter Corona-Bedingungen.

TOP 1, Christa berichtet:

Christa berichtet von einer Veranstaltung mit Livestream „Corona Talk: 60plus – und plötzlich Risikogruppe“ am 1.4. mit inzwischen 165 Aufrufen. Um den Mitschnitt zu erreichen, kann man z.B. bei Google einfach nach „Hamburg Grüne Youtube“ suchen und auf der Seite dann oben in die Suchmaske den Titel eingeben.

In der Sitzung der Bürgerschaft am 8.4. konnte Christa einen wichtigen Erfolg verkünden: Für die „digitale Infrastruktur für Ältere“ wird die Hansestadt 700 000 € bereitstellen. Damit werden Schulungen finanziert, um Ältere für die digitale Welt fit zu machen. Außerdem werden Leihgeräte zur Verfügung gestellt und es soll in jedem Seniorentreff WLAN zur Verfügung stehen. Ein Konzept dafür wird gerade von der Behörde erarbeitet.

Im Hinblick auf das Bundestagswahlprogramm der Grünen berichtet Christa, dass es von Seiten der Bundesgrünen Alten (bei denen sie zum Vorstand gehört) 10 Änderungsanträge gegeben hat, die bereits die erforderlich Zahl der Unterstützungen erhalten haben. Die Anträge basieren zum Teil auf unseren Hamburger Vorschlägen.

Christa ist hierzu auch im Kontakt mit anderen Landesgruppen, um für weitere Unterstützung für unsere Anliegen zu werben. Stephan unterstützt Christa darin ausdrücklich mit der Bemerkung, dass man die Dinge immer wieder vorbringen muss, bis die Entscheider irgendwann nachgeben.

Alexander da Luz weist darauf hin, dass digitale Hardware in den Alters- und Pflegeheimen nicht genügt, sondern dass Schulungen ein integraler Teil der Maßnahmen werden müssen.

TOP 2, Gabriele: Bericht von „Qplus Alter“ und vom „digitalen Lagerfeuer“:

Gabriele berichtet von einer Veranstaltung mit „Qplus Alter“ am 14.4., welche im Vorfeld über „nebenan.de“ angekündigt wurde. Es wurden Schulungen und Lots*innen angeboten, die HaSpa hat durch Aushänge in ihrer Filiale unterstützt. Gabriele, hat auf AfC hingewiesen, in den HaSpa-Filialen gibt es Flyer zum Thema.

Gabriele berichtet auch über ein weiteres „digitales Lagerfeuer“, welches wieder gut angekommen ist. Diesmal haben deutlich mehr Männer als Frauen teilgenommen. Die große Mehrheit sprach sich für A. Baerbock als Kanzlerkandidatin aus, auch unter den Älteren.

TOP 3, Doris und Christa: Wie bekommen wir 60plus besser in die Kreisverbände:

Doris weist darauf hin, dass die SPD viel mehr vor Ort ist, sich um Senior*innen kümmert. Z.B. ist sie in den Altersheimen präsent mit Kaffee und Kuchen.

Doris ist bei einer Fastengruppe in der Kirchengemeinde, da sind auch 3 Grüne dabei. Die Bergedorfer Bezirksseite erwähnt die Grünen 60plus nicht, da sollte etwas passieren.

Christa sagt, dass wir die Seniorenarbeit über ganz Hamburg vernetzen sollten, deshalb lädt sie regelmäßig zum Bezirketreffen ein.

Antragstexte für die BV können dabei herumgereicht werden, damit nicht immer wieder alles neu erfunden werden muss. Positiv kann vermerkt werden, dass Seniorenthemen jetzt bei den Grünen in Hamburg im Vergleich zu früher als viel wichtiger angesehen und deshalb auch besser wahrgenommen werden. Seniorenpolitik wurde bisher meistens so nebenbei mitgemacht. Wir brauchen aber Hauptamtliche, die sich nur damit befassen.

Thomas sagt, dass man daran denken könnte, in Bergedorf das Thema AfC nur lokal zu etablieren. Dann könnte man lokale Veranstaltungen dazu machen und ggf. auf die Bezirksebene zugeschnittene Kriterien sowie einen Fragenkatalog erarbeiten.

09. 5. 2021

Jörg Rossbach

Anhang:

rof. em. Dr. Jörg Rossbach, Grüne 60plus, Hamburg

Betrachtungen zur Landtagswahl 2021 in Baden-Württemberg

Grundlage: Analyse der Forschungsgruppe Wahlen e.V.

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