Grüne 60+ Videokonferenz am 17. November 2020, 18:00h – 20:00

Mit Rücksicht auf das wieder gestiegene Corona-Infektionsgeschehen fand das Treffen als reine Videokonferenz statt.

Teilnehmende: Steffen Berntmann, Alfred Blohm, Stephan Daudt, Gabriele Heise, Ursula Jäger, Marius Kiemer, Christa Möller, Jörg Rossbach, Parvin Schröder, Sabine Suttmann-Arndt.

Wir beginnen mit einer kurzen Vorstellungsrunde

TOP 1, Terminfindung: Für den Dezember einigen wir uns nach kurzer Umfrage auf den 15.12. um 18:00h. Um im nächsten Jahr wieder zu einem regelmäßigeren Turnus zu gelangen, stellt Christa drei Termine zur Wahl: jeweils den 1. Mittwoch, den 1. oder 3. Donnerstag im Monat, jeweils um 18:00h. Jörg wird dazu eine Terminumfrage per Internet starten.

TOP 2, Corona-Update innerhalb unserer Gruppe:

Bem: Wir wollten bewusst auch die persönlichen Befindlichkeiten zur Sprache kommen lassen. Deshalb wurde dieser Teil des Protokolls anonymisiert.

Person 1: Durch die lange Dauer der Einschränkungen wird die Situation als zunehmend belastend empfunden, auch wenn gar keine besonders schwierigen Begleitumstände vorliegen.

Person 2: Besuche von Verwandten im Pflegeheim haben wegen der Schutzmaßnahmen für die Besuchten oft nicht den gewünschten Nutzen. Die Maskenpflicht und der fehlende Körperkontakt sind generell und besonders für demente Bewohner*innen schlimm. Die Heime brauchen mehr Personal.

Person 3: Die Sicherheitsregeln führen teilweise dazu, dass nur eine Besuchsperson pro Tag zugelassen wird! Da muss man dann schon froh sein, vor Weihnachten überhaupt noch einen Besuchstermin zu bekommen.

Person 4 fordert Schnelltests und FFP2-Masken für die Pflegeeinrichtungen bzw. deren Besucher.

Person 5 geht es weitgehend gut, auch weil im Grünen lebend; Yoga und Meditation helfen. Es gibt zu wenig Ideen, Einsamen zu helfen (z.B. „Unterstützungsgruppen“). Sie gibt das Geld, das sie derzeit nicht ausgeben kann, in Form von Gutscheinen an wichtige Personen und Dienstleister weiter.

Person 6: Hilfe für die alte Nachbarin und der Austausch mit ihr hilft beiden!

Person 7: Draußen zu sein und zu laufen hilft enorm. Hat Bedenken für die Weihnachtszeit.

In der anschließenden Diskussion äußert Christa ihre Sorge, dass die Gesellschaft auseinanderbricht zwischen denen, die sich solidarisch verhalten und die Vorsichtsmaßnahmen befolgen und denen, die das ablehnen bzw. den zunehmenden Verschwörungstheorien anhängen. Jörg meint, dass die Bruchlinie eher zwischen denen verläuft, die wirtschaftlich/existentiell betroffen sind und jenen, für die Corona eher eine Befindlichkeitsstörung ist. Er weist außerdem auf das Konzept des „social pooling“ hin, bei dem sich Personen aus 2-3 Haushalten zu einer festen Gruppe verbinden und sich wie ein gemeinsamer Haushalt verhalten könnten. Gabriele vermutet, dass die Zunahme von Verschwörungsmythen ein Hinweis auf ein psychisches Überlastungssyndrom bei den betreffenden Menschen sein könnte.

TOP 3, Bericht Christa: Wir wollen für alle Bezirke Grüne für die bezirklichen Seniorenbeiräte aufstellen. Die Befruchtung wäre durch andere/neue/grüne Stimmen nützlich. Auch Interessengruppen (z.B. Heimvertretungen, Sport- oder Spielegruppen) könnten sich zusammentun: wenn sie mehr als 20 Personen sind, können sie Repräsentant*innen entsenden. Derzeit gilt der 1.4.2021 als Wahltermin (Wahlperiode 4 Jahre). Große Frage: Sollte die Wahl Corona-bedingt verschoben werden? Präsenzveranstaltungen bis zum und am Wahltag sind schwer vorstellbar. Parvin sagt, dass alle Bezirke bereits um ein Meinungsbild über die Frage der Verschiebung gebeten wurden.

Am 17.2.21 ist der Meldeschluss für Delegiertenkandidaten.

Christa weist auch auf den neuen Seniorenwegweiser für Wandsbek hin, in dem ein positives, aktivierendes Altersbild vermittelt wird, inkl. Hinweise z.B. auf die „KulturistenHoch2“, DJ Rita, Dagmar Hirche.

https://www.hamburg.de/contentblob/14580926/35981777725c43d2aa896086cbf6f060/data/seniorenwegweiser-2020.pdf .

TOP 4, Stand unserer Webseite (Stephan): Stephan berichtet über den Fortschritt bei unserer Webseite. Was fehlt ist die Möglichkeit, eine Statistik über die Häufigkeit der Aufrufe zu bekommen. Marius meint, dass bei den Bildern eine Beschreibung des Bildinhaltes fehlt; das wäre auch wichtig für Menschen, die sehbehindert sind. Der „ALT-Tag“ (die im Hintergrund existierende Beschreibung des Bildinhaltes) sollte nicht leer bleiben. Christa bittet darum, immer auch einen Link auf Facebook einzubauen.

TOP 6, Ideen für nächste Veranstaltungen: Gabriele sagt, dass es ein Gesichtspunkt bei zukünftigen Veranstaltungen sein sollte, mehr Brücken zwischen jungen und alten Grünen zu bauen. Das hat auch ganz aktuell etwas mit Corona zu tun: Die Jungen wollen wissen, was sie für die Alten machen sollen. Ursula merkt dazu an, dass der Austausch zwischen den Generationen auch Thema in der LAG Frauen ist.

Marius schlägt eine Veranstaltung über Digitalisierung für Senioren vor. Für einen ersten Kontakt mit diesem Thema findet er eine face-to-face Begegnung wichtig, anschließend kann man dann Vieles auch übers Netz machen. Er hat viel Erfahrung mit solchen Schulungen.

Parvin berichtet dazu, dass es bei der BAGSO einen „Wegweiser durch die digitale Welt“ gibt, in dem viele Begriffe und Methoden erklärt werden.

Gabriele weist auf eine einschlägige Veranstaltung der Körber-Stiftung hin sowie auf die Möglichkeit, die Veranstaltungen nachträglich über die Webseite der Körber-Stiftung zu sehen.

Auf unserem nächsten Treffen wollen wir über eine Veranstaltung zur Digitalisierung für Senioren sprechen.

26.11.2020

Jörg Rossbach

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