Jetzt notwendig: Digital-Offensive für Ältere

Wir haben uns heute beim Landesausschuss, unserem kleinen Parteitag, mit viel Abstand und Platz im Bürgerhaus Wilhelmsburg real getroffen und einen wichtigen Antrag verabschiedet:

Krisenfest, demokratisch und sozial – Hamburg in Zeiten der Pandemie

Es gab viele Ergänzungen dazu, die vor der Abstimmung von der Antragskommission eingearbeitet wurden.

Ich habe einen Passus eingebracht (siehe unten*), der auch die Älteren in Zeiten von Corona berücksichtigt.

Hier meine Begründung:

„Mir ist es wichtig, dass wir die Älteren nicht vergessen. Besonders die, die wegen Corona allein zu Hause geblieben sind. Und besonders natürlich auch die, die ohne Besuch über Wochen ganz allein in den Pflegeheimen waren.

Deshalb hab ich einen entsprechenden Passus in den Antrag eingebracht.

Der 8. Altersbericht der Bundesregierung ist gerade erschienen und er spricht von der digitalen Spaltung der Gesellschaft. Die verläuft zwischen arm und reich, gut und weniger gut ausgebildet.

Und das ganz besonders in der Gruppe der Älteren.

Deshalb seh ich es als eine wirklich wichtige

Aufgaben – besonders vor dem Hintergrund von Corona – die Digitalisierung bei den Älteren voranzubringen.

In vielen Pflegeheimen gibt es aber nach wie vor immer noch kein WLAN, d.h. Viele Ältere fühlten sich wie weggesperrt, und konnten nicht einmal mit ihrer Familie über whats app oder Zoom Kontakt halten.

Wir brauchen Konzepte, die Besuche möglich machen, z.B. mit Schnelltests, die hoffentlich bald kommen. Mit kreativen Ideen, die manche Heime auch hatten – aber eben nicht alle.

Und mit digitaler Anbindung und viel mehr Schulungsangeboten, für alle, die bisher nicht online unterwegs sind. Das sind besonders ältere Frauen und ganz besonders auch ältere Frauen mit Migrationshintergrund.

Denn Corona wird uns vermutlich leider noch eine Weile erhalten bleiben.“

*Antragsergänzung:

  1. In Pflegeheimen brauchen wir Besuchs- und
  2. 216  Testkonzepte, die es ermöglichen, dass Pflegebedürftige wieder jeden Tag Besuch empfangen
  3. 217  können. Gerade vor dem Hintergrund, dass hochbetagte Menschen von digitalen
  4. 218  Kommunikationskanälen nicht in gleicher Weise profitieren und häufig durch mangelnde
  5. 219  technische Ausstattung davon abgeschnitten sind, muss eine tägliche Besuchszeit unter
  6. 220  strengen Hygieneauflagen und mithilfe der Bestimmung von Besuchspersonen zu einem Standard
  7. 221  werden, der zukünftig auch bei steigenden Infektionszahlen nicht mehr unterschritten werden
  8. 222  muss. Gleichzeitig muss die digitale Teilhabe der älteren Generation insgesamt gestärkt
  9. 223  werden, um gezielt drohender Vereinsamung unter Pandemiebedingungen entgegen zu wirken.

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